Samstag, 11. November 2017

Vom Buch zum Tuch


Angefangen hat alles im Sommer diesen Jahres. Da fand ich bei ravelry eine Anleitung für ein halbrundes Tuch in Mosaiktechnik. Ich kannte bis dahin diese Technik noch nicht kam aber fix dahinter wie es funktioniert. Da war es um mich geschehen. 

Die Mosaiktechnik hatte mich in ihrem Bann. 

Was ist Mosaiktechnik? Kein Zauberwerk! Es werden immer eine Hin- und Rückreihe in einer Farbe gestrickt. Die Muster entstehen durch Hebemaschen. So einfach und sehr wirkungsvoll ist das. (und nicht so schwer wie Fair Isle Technik) 

Aus einem halbrunden Tuch wurden den Sommer über dann drei Tücher. 

mehr dazu unter meinen Ravelry Projekten

Da kam es gerade richtig, dass im August das Buch
von Silvie Rasch auf den Markt kam. 

Foto: Christopherus Verlag

Im September fand ich bei Angelika das passende Garn für das Tuch:  

Rankgitter



Der Anfang war schnell gemacht. Ich kam mit meinen Randmaschen nicht so wirklich klar. Deshlab habe ich mit angestrickten I-Cord gearbeitet. Ja auf der einen Seite zieht es etwas am Gewebe. Doch jetzt nach der Fertigstellung ist das aus meiner Sicht sehr geringfügig und eher noch von Vorteil, denn das Tuch legt sich etwas rund um den Hals. 


Dann kam mitten in der Abschlussborte der Schock: Das Garn reicht nicht.

Im Buch wird angegeben ca. 30% des Garnes benötigt man für die Abschlussborte. Ich habe mehr gebraucht. Mag es daran liegen, dass ich den I-Cord ja auch zusätzlich angestrickt habe. Da waren aber "nur" drei Maschen mehr am Rand. Vielleicht habe ich auch zu locker gestrickt? Keine Ahnung. Als ich mein Drama bei Facebook postete kamen einige Rückmeldungen, dass die Mengenangabe knapp bemessen sei und/oder das Tuch zu klein wurde bei den angegebenen Garnmengen

Handgefärbtes Garn und dann auch noch so ein besonderes? Gleich ribbeln oder doch erst einmal eine Nacht darüber schlafen? Letzteres war dann die Rettung, denn diese kam per Nachricht von Angelika: Kann ich dir helfen? UND .... JA sie konnte. 

Sie schickte mir ein SOS Rettungspaket mit einer Auswahl des Garnes in verschiedenen "ähnlichen" Färbungen. Zwei davon waren nicht ähnlich, die waren perfekt (wie) aus dem gleichen Farbsud.


So konnte ich dann vorigen Montag das Tuch fertig präsentieren.


Inzwischen ist es gewaschen, getrocknet (nicht gespannt) und für euch in seiner ganzen Pracht fotographiert.



Ich habe die asymetrische Form gewählt. Werde aber beim nächsten Tuch die symetrische Form stricken. Die Wolle ist beim waschen noch richtig aufgeflufft und so kuschelweich (75% BFL und 25% Brown Masham), dass ich mir daraus am liebsten ein Jacke stricken würde.


Es wird definitiv nicht mein letztes Projekt mit Mosaiktechnik sein.

Bei Facebook habe ich schon einige Leser mit dem Virus infiziert. Es freut mich, wenn mir das nun  mit dem Beitrag auch bei euch gelingt.



Donnerstag, 26. Oktober 2017

Häkelset von Rossmann

Für diesen Beitrag bekomme ich keine Provisionen von Rossmann.

Heute rutschte mir bei Rossmann ein Häkelset für eine Mütze zum Preis für 9,99 € in den Einkaufswagen.



Inhalt: 
  • 100 g  "Wolle"* in mittelgrau  *(die Zusammensetzung des Materials verdient den Namen nicht wirklich)
  • Kunstfellbommel 
  • Plastikhäkelnadel Stärke 10 ergonomischer Griff 
  • Beutelchen Bling Bling Steine zum aufnähen 
  • Anleitung



Verpackt in einer Kunstsstoffschachtel kommt das Set daher. Beim auspacken kommt einem der Chemiegeruch entgegen der hauptsächlich in der "Wolle" hängt.

Trotz Chemie oder gerade deshalb ist es ein flauschig kuschliges Garn. Ich habe es mal etwas auseinander gedröselt und erkenne einen silbergrauen Strickschlauch der mit dunkelgrauen Fasern gefüllt ist.(ähnlich der Air von Drops) Wo das Garn hergestellt wurde konnte ich der Verpackung nicht entnehmen.


Gehäkelt ist die Mütze nach der aufgedruckten Anleitung schnell. Allerdings sollte man schon häkeln können. Verwirrt hat mich, dass man in der ersten Runde mit 6 festen + 1 Kettmasche beginnt. Diese verdoppelt 14 Maschen ergeben? Ich habe treu und brav nach Anleitung gehäkelt.

Nach knapp 1,5 Stunden waren die 16 vorgegebenen Reihen erledigt und die Mütze damit fertig.  Zur Fertigstellung steht in der Anleitung: Die Naht schließen ...  welche Naht, wenn ich in Runden arbeite?
Die Mütze passt mir. Die Anleitung funktioniert also auch wenn nicht alles was geschrieben steht nachvollziehbar ist.



Jetzt müssten  noch die Bling Bling Steine noch aufgenäht und die Bommel befestigt werden.

Müssten ...denn mir ist die Mütze zu luftig. Vermutlich liegt es an der 10er Nadel für das Garn in Kombination mit den halben Stäbchen. Außerdem sind 43 g Garn übrig.


Fazit:

  • nicht geeignet für Menschen die noch nie gehäkelt haben
  • wo Wolle drauf steht ist sehr wenig Wolle drin
  • den Setpreis finde ich in Ordnung
  • kann man kaufen und häkeln
  • fertig oder als Set ein nettes Geschenk für Mädels 




Lange war es ruhig hier, nun bin ich zurück...

Bei Autoren spricht man gewöhnlicherweise von einer Schreibblockade. Bei Bloggern lese ich oft von Bloggerflaute. So will ich das aber nicht nennen.

Ich führe hier einen ganz persönlichen Blog. Ihr wisst von meinen chronischen Schmerzen und lest so manche kleine Geschichte hinter dem wolligen Vergnügen, die nicht nur Vergnügen sind.

Ich bin wie ich bin und verstelle mich auch nicht hier auf dem öffentlichen Teil meines Lebens deshalb gibt es jetzt eine persönliche Kurzfassung der Ereignisse seit Juni 2016.

Ich habe im Mai 2016 das Experiment gewagt wieder mal ein paar Stunden pro Woche zu arbeiten. Da der Mann längere Zeit arbeitssuchend war, ich aber gern weiter zu den liebgewordenen Stricktreffen fahren wollte, passte das irgendwie zusammen.

Spannend war es an der Kasse einer großen Supermarktkette zu arbeiten. Einzige Verantwortung zum Feierabend muss die Kasse stimmen. Es war toll wieder unter Menschen zu sein. Es gab nette Kunden und nette Kollegen und es gab die anderen. Die Arbeit war okay aber auf Dauer sehr anstrengend.  Den Job habe ich zum Januar gekündigt.

Auch haben wir im vorigen Jahr viel Zeit mit den Enkeln verbracht um der Tochter zu ermöglichen als allein erziehende Mama den Unterhalt und ein wenig darüber zu verdienen.

Gestrickt und gehäkelt habe ich in dieser Zeit trotzdem und auch nicht zu wenig. Mir fehlte einfach nur die Zeit und noch mehr die Muse zum schreiben. Ich war in der Zeit sehr aktiv auf meiner FB Blogseite und bei Instagram unter dem Account "Wolliges Vergnügen". Dort dürft ihr gern alles nachlesen und nachschauen, wenn ihr es nicht schon gefunden habt.

Im November gab es dann einen Wumm in unserem Leben.

Der Mann bekam eine Jobzusage in Niedersachsen. Während ich zum Stricktreffen in Nordenham weilte hat er für  uns in Uelzen eine Wohnung gesucht. Am 3.Advent nahmen wir die Schlüssel zur neuen Wohnung entgegen und verbrachten da einen ruhigen Start ins neue Jahr. Eingerichtet wurde die Wohnung mit dem Notwendigsten, das war wie Zelten in vier Wänden. Mitte Januar kamen dann die ersten Möbel aus Sachsen nach Niedersachsen.  Während der Mann schon arbeitete habe ich den gesamten Umzug und das ausräumen der Wohnung in Sachsen organisiert. Danke nochmals an meine HelferInnen ohne die ich das alles nicht geschafft hätte.

Seit Mai lebe nun auch ich am Rande der Lüneburger Heide und ich muss euch sagen: Es lebt sich gut hier.

Neben der Möbel ist inzwischen auch ein Spinnrad bei mir eingezogen. Durch meine Reisen zu diversen Stricktreffen kenne ich auch eine Reihe wollverrückte Frauen die in Niedersachsen leben. Diese habe ich im Sommer zu einer kleinen feinen Strickrunde in mein neues zu Hause eingeladen. Wir hatten viel Spaß miteinander.

So ein Hobby hat den Vorteil, dass man schnell Gleichgesinnte findet. Seit voriger Woche kenne ich nun auch eine Strickrunde in Uelzen, die mich ganz lieb aufgenommen hat und zu der ich mich jetzt in den Wintermonaten mit Sicherheit öfters gesellen werde.

Ihr werdet hier nun wieder regelmäßig lesen. Ich freue mich darauf und danke euch für eure Treue.





Montag, 6. Juni 2016

Schuhe für kleine Fußballfans

Am Freitag beginnt wieder der Ausnahmezustand in vielen Familien. 

Die Fußball EM beginnt. Für mich werden das viele Strickabende mit Hörbuch auf den Ohren. Der Mann darf den Bildschirm für sich in Anspruch nehmen. Bei manchem Spiel der deutschen Jungs schaue ich auch mal mit rein und fiebere dann auch mit. 

In vielen Strickgruppen und -foren liest man inzwischen Tipps wie die strickenden "Weiberschar" diese Zeit am besten "übersteht".

Ich bin für locker bleiben und Verständnis zeigen. 

Freude macht ihr euch und vielleicht auch den jungen Vätern und Müttern in eurer Umgebung, wenn ihr für den Nachwuchs kleine Fußballschuhe strickt.

Ich bin vorige Woche auf die Anleitung im buttinette -Blog gestoßen. In wenigen Stunden waren die kleinen Schuhe fertig. Entgegen des Vorschlages kleine Fahnen darauf zu arbeiten wollte ich kleine Chucks für den Nachwuchs einer lieben Freundin produzieren.


Foto: Franziska Feldmann 

Am Samstag war Übergabe und gesten kamen die Fotos. So darf ich euch die niedlichen Teile am Model zeigen und das sieht weit gefälliger aus, als meine vorher mit Küchenkrepp ausgestopften Schuhchen. 

Danke an Franziska.


Projektdaten:

  • Sockenwollreste in grau und weiß
  • Nadelspeil 2,5
  • Anleitung von buttinette
  • die kleine Knöchelverzierung habe ich gehäkelt in einen magischen Ring:                                   drei Luftmaschen und 10 Stäbchen gehäkelt. Diese dann mit einer Kettmasche zum Kreis schließen mit wenigen Sticken aufgenäht und in die Mitte einen kleinen Stern gestickt.


Fot: Franziska Feldmann


Foto: Franziska Feldmann

Ich wünsche euch allen eine gute EM-Zeit und ganz viel Spaß beim nacharbeiten der Schuhe für kleine Fußballfans.

Eure 


Freitag, 20. Mai 2016

6. Swing-Strick-Treffen Helmstedt 2016


Jedes Jahr im Mai machen sich aus ganz Deutschland und dieses Jahr auch aus der Schweiz Frauen auf den Weg nach Helmstedt
zum 

Internationalen Swing-Strick-Treffen



Im wunderschönen Kloster Ludgerus wird ein Wochenende lang dem Swing-Stricken gefrönt. 
Es gibt jede Menge Workshops zu dieser Technik. 
Es wird gemeinsam gestrickt und gelacht. 
Es wird gefachsimpelt und Tipps und Tricks werden frank und frei weiter gegeben, 

Ein wunderbares farbenfrohes Potpourrie aus Wolle zeigt sich überall. Projekte die im Laufe eines Jahres entstehen werden ausgestellt und zur Modenschau vorgeführt.

Ich war wieder mit meiner Kamera dabei und werde ich heute ganz viele dieser tollen Werke vorstellen. 

Ein frei geswingtes Tuch mit ganz verschiedenen
Tragemöglichkeiten. Eine Anleitung gibt es dazu im Moment
noch nicht.


Sanduhr-Tunika
nach der Anleitung von Heidrun Liegmann



Schal entanden aus den Kursbausteinen 1-3 


Jacke Kainana nach der Anleitung von Heidrun Liegmann



Tuch "Findlinge" nach der Anleitung von Petra Neumann


 ein herrlich buntes Blättertuch nach der Anleitung von
Petra Neumann






Zwei wunderschöne 

Tücher entstanden nach einem 

Kurs im Jahr 2015. 


Inzwischen gibt es die Anleitung 


von Heidrun Liegmann.











Poncho Big Nemo von Petra Neumann

Tuch nach der Anleitung "Black ocean" von Petra Neumann

noch ein Black Ocaen der hier zur Weste
verwandelt wurde

Jetzt kommt eine Auswahl verschiedener Neptunia-Tücher. Alle gestrickt nach der Anleitung von Heidrun Liegmann.


mit Rüsche ringsherum

mit ohne Rüsche ;-)

ganz bunt ineinander laufender Farbverlauf mit ohne Rüsche





neben einer tollen Neptunia in Blau eine farbenfrohe Tunika "Gaia"  gestrickt nach der Anleitung von Heidrun Liegmann


diesen frei geswingten Poncho hat
Petra Neumann gearbeitet
Tuch mit geswingten  Ecken
nach der Anleitung "September 15" von Christine Wittke


Ein Regenbogen -Tuch nach der Anleitung "Tabalino" von Petra Neumann

Es gab jede Menge Workshops für die Teilnehmerinnen.
Je nach Kenntnisstand darf das bereits erworbene Wissen Jahr für Jahr erweitert werden.
Birgit Fitzke hatte für ihre Gruppen den  "Kursraum Innenhof" gebucht.




Wer gerade keinen Kurs hatte fand draußen im Innenhof oder drinnen in den Seminarräumen ein Plätzchen zum Stricken und plaudern.

Katrin trägt eine "Virunika" Weste.
Gehäkelt nach einer Anleitung von Renate Schattschneider

Das ist Frau Schattschneider. Die bringt gerade
 ihre Wollbeute in Sicherheit.

Über diesen Gast haben wir uns alle gefreut.
Christine Manitz vom Leipziger Strickcafe
hat sich einfach mal eine verdiente Auszeit
genommen

Ich bin meinem Vorsatz treu geblieben und habe dieses Jahr schweren Herzens auf neue Wolle verzichtet.
(Meine noch gut gefüllten zwei großen und diversen kleinen Samless-Kisten immer vor Augen). 

Doch ganz ohne "Beute" bin ich nicht nach Hause gekommen.


Die tollen Seifen siedet das Multitalent Renate Schattschneider.
Übrigens das Kohle-Feuer duftet wahnsinnig toll und macht, sehr zum Vergnügen meiner Enkelin, unter der Dusche erst einmal richtig schmutzig.  Da lohnt sich das Abduschen. 😁


Diese tolle Schalspange kann von beiden Seiten getragen werden.

In die hatte ich mich sofort verknallt und sie passt perfekt zu meiner "Comodo"und vielen Tüchern die ich schon gestrickt habe und noch stricken werde.


Und ich habe mir mehrer Sätze Maschenmarkierer gebastelt. Das Material hat Petra für einen kleinen Obulus zur Verfügung gestellt. Dabei fiel mir ein, dass ich auch noch jede Menge solcher hübschen Perlen habe. Ich werde sicher noch welche produzieren. Ist das doch auch immer ein hübsches Geschenk für eine strickende Freundin. 






Für alle die noch mehr Bilder von Helmstedt sehen wollen verweise ich gern auf folgende Seiten:

(da gibt es mehrere Beiträge)

(auch da mehrere Beiträge)

Das Highlight ist das wundervolle Video von Petra Neumann: 



Falls du jetzt auch Lust bekommen hast dich im nächsten Jahr mit vielen Frauen aus Deutschland und anderen Ländern auf den Weg nach Helmstedt zu machen dann trage dir schon den folgenden Termin in den Kalender:

12. bis 14. Mai 2017


Ein ganz großes "DANKESCHÖN" an Petra Neumann und ihre Helferlein vom KREATIVLADEN Helmstedt die alles perfekt vorbereitet und organisiert haben. 
Ohne euch wäre dieses Treffen gar nicht möglich. Ihr seid einfach eine dufte Truppe.