Montag, 27. November 2017

Fröhliche Weihnacht

Nun beginnt endlich die Vorweihnachtszeit.

Für mich das erste mal eine Zeit, in der ich nicht regelmäßig meine Tochter und die Enkelmäuse sehen kann. Doch in Gedanken werde ich immer bei ihnen sein.

Deshalb gibt dieses Jahr wieder einen befüllbaren Adventskalender. Einen der richtig schön als Weihnachtsdeko aufgebaut werden kann.

Schon im Oktober gekauft als Bastelset bei Aldi-Süd. 24 vorgestanzte Bögen mit einer ganzen Weihnachtswelt in 3D. Alles was man dazu braucht ist in der Bastelpackung vorhanden. Das heißt Klebepads für den 3D Effekt und eine detailliert bebilderte Anleitung für die Gestaltung jeder einzelnen Geschenkbox.

Deshalb ging es heute nachmittag fröhlich los:

Hier seht ihr die ausgebrochenen Teile aus einem der Stanzbogen.


Insgesamt habe ich knapp drei Stunden gebastelt. Die Boxen sind schnell gefaltet und durch die Beschreibung auch schnell verziert. Und so entstand mein kleines Weihnachtsdorf.

Für euch habe ich es schon mal aufgebaut und beleuchtet. Dazu habe ich die Miniatur LED Lichterketten mit Batterie eingesezt. Diese gibt es überall mit unterschiedlichen Farben und Lichterzahl für wenig Geld.
Man braucht ein wenig Platz für das Weihnachtsdorf.  Ich kann es mir mit Tannenzweigen dekoriert richtig toll auf einem Fensterbrett oder einem kleinen Tisch vorstellen. Da kommt auch gleich die richtige Weihnachtsstimmung auf.

Die nächsten Tage wird gefüllt und dann geht das ganze auf Reise zu den Enkelmäusen nach Sachsen. Die Tochter ist eingeweiht und muss unbedingt Bilder machen vom auspacken des Kalenders.




Beim öffnen der letzten Schachtel werde ich dann dabei sein. Darauf freue ich mich schon sehr.


Welche Adventskalender gibt es bei euch? Bastelt ihr auch oder habt ihr sonst Tipps, wie man die Vorweihnachtszeit für und mit den Enkeln die weiter weg leben gestalten kann. Dann her damit. 
Ich freue mich auf eure Ideen.


Freitag, 24. November 2017

Opal Relief

Wenn Frau zum Stricktreffen Projekte mit nimmt die unbedingte Konzentration erfordern hat sie auf einmal NIX zum stricken. *Haare stehen zu Berge*

Und das zum STRICK-Treffen!!! *schrei*
Geht gar nicht.
Noch dazu die selbst auf erlegte Woll - DIÄT, die Frau überhaupt nicht brechen wollte. (Wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?)

Doch hier herrschte jetzt Notstand, höhere Gewalt oder nennt es wie ihr wollt. Ich hatte (endlich) einen Grund doch Wolle zu kaufen. *grins*

An Wolle fehlte es auf dem Saal in Nordenham nicht. Handgefärbte Stränge in den tollsten Farben. Davon habe ich aber wirklich schon ganz ganz viel zu Hause.

Die Frauen vom Historischen Kaufhaus Abbehausen hatten verschiedene Industriegarne in ihrer Auslage. Meine Rettung, denn ich verliebte mich in die neue

OPAL  RELIEF


Foto: https://shop.sockenwolle.de/Aktuelle-Kollektionen/Relief/ 

Im Netz habe ich schon davon gelesen und fand es ganz witzig. Keine kompletten Muster in den Socken, sondern die Socken werden mit einzelnen Relief Motiven gestrickt.

In Zusammenarbeit mit Martina Umemura wurde dieses Sockengarn entwickelt. Es gibt insgesamt sechs Grundfarben mit jeweils fünf verschiedenfarbigen Abschnitten in unterschiedlicher Anzahl pro Rapport.

Meine Grundfarbe ist Türkis - die Abschnitte für die Reliefmuster in dieser Grundfarbe: violett, gelb, rot, grün und dunkelblau. 

Auf der Banderole ist vermerkt wie oft die Farben im Rapport auftauchen. Außerdem findet ihr hier eine Anleitung für ein Reliefmuster. Auf meiner Banderole das Wellenmuster. 

Ich bekam aber auch ein kleines Heftchen (klick zum download) dazu in dem alle Muster beschrieben waren.



Fix waren die Maschen angeschlagen und los gestrickt. Die Grundfarbe immer glatt rechts und dann nach belieben aus dem farbigen Abschnitt das Motiv der Wahl. Bis nach Mitternacht entstanden die ersten Motive und es machte Spaß. Doch mein Perfektionismus erlaubte mir keinen Schlaf und ich musste in der Pension noch einmal nach den Relief Motiven stöbern. 

Bei YouTube fand ich die Kurzvideos zu acht Mustern.  


Weil es mir so viel Spaß gemacht hat mussten dann, Wolldiät hin oder her, doch noch zwei weitere Farben mit nach Hause. 




Meine Tipps für euch:

  • Nicht jeden Farbfaden verstricken das wird definitiv zu viel
  • Ich habe die Motive nur auf den Schaft gestrickt, denn am Rist können sie drücken
  • Beim Nadelspiel pro Nadel immer ein Motiv dieses dann fertig arbeiten und dann noch eins ansetzen. Damit verteilen sich die Muster gut am Schaft.
  • Es sieht auch toll aus nur ein Muster je Sockenpaar , dann mit verschiedenen Farben, zu stricken.
Es macht einfach Spaß und den wünsche ich euch auch mit diesem Garn. 








Samstag, 11. November 2017

Vom Buch zum Tuch


Angefangen hat alles im Sommer diesen Jahres. Da fand ich bei ravelry eine Anleitung für ein halbrundes Tuch in Mosaiktechnik. Ich kannte bis dahin diese Technik noch nicht kam aber fix dahinter wie es funktioniert. Da war es um mich geschehen. 

Die Mosaiktechnik hatte mich in ihrem Bann. 

Was ist Mosaiktechnik? Kein Zauberwerk! Es werden immer eine Hin- und Rückreihe in einer Farbe gestrickt. Die Muster entstehen durch Hebemaschen. So einfach und sehr wirkungsvoll ist das. (und nicht so schwer wie Fair Isle Technik) 

Aus einem halbrunden Tuch wurden den Sommer über dann drei Tücher. 

mehr dazu unter meinen Ravelry Projekten

Da kam es gerade richtig, dass im August das Buch
von Silvie Rasch auf den Markt kam. 

Foto: Christopherus Verlag

Im September fand ich bei Angelika das passende Garn für das Tuch:  

Rankgitter



Der Anfang war schnell gemacht. Ich kam mit meinen Randmaschen nicht so wirklich klar. Deshlab habe ich mit angestrickten I-Cord gearbeitet. Ja auf der einen Seite zieht es etwas am Gewebe. Doch jetzt nach der Fertigstellung ist das aus meiner Sicht sehr geringfügig und eher noch von Vorteil, denn das Tuch legt sich etwas rund um den Hals. 


Dann kam mitten in der Abschlussborte der Schock: Das Garn reicht nicht.

Im Buch wird angegeben ca. 30% des Garnes benötigt man für die Abschlussborte. Ich habe mehr gebraucht. Mag es daran liegen, dass ich den I-Cord ja auch zusätzlich angestrickt habe. Da waren aber "nur" drei Maschen mehr am Rand. Vielleicht habe ich auch zu locker gestrickt? Keine Ahnung. Als ich mein Drama bei Facebook postete kamen einige Rückmeldungen, dass die Mengenangabe knapp bemessen sei und/oder das Tuch zu klein wurde bei den angegebenen Garnmengen

Handgefärbtes Garn und dann auch noch so ein besonderes? Gleich ribbeln oder doch erst einmal eine Nacht darüber schlafen? Letzteres war dann die Rettung, denn diese kam per Nachricht von Angelika: Kann ich dir helfen? UND .... JA sie konnte. 

Sie schickte mir ein SOS Rettungspaket mit einer Auswahl des Garnes in verschiedenen "ähnlichen" Färbungen. Zwei davon waren nicht ähnlich, die waren perfekt (wie) aus dem gleichen Farbsud.


So konnte ich dann vorigen Montag das Tuch fertig präsentieren.


Inzwischen ist es gewaschen, getrocknet (nicht gespannt) und für euch in seiner ganzen Pracht fotographiert.



Ich habe die asymetrische Form gewählt. Werde aber beim nächsten Tuch die symetrische Form stricken. Die Wolle ist beim waschen noch richtig aufgeflufft und so kuschelweich (75% BFL und 25% Brown Masham), dass ich mir daraus am liebsten ein Jacke stricken würde.


Es wird definitiv nicht mein letztes Projekt mit Mosaiktechnik sein.

Bei Facebook habe ich schon einige Leser mit dem Virus infiziert. Es freut mich, wenn mir das nun  mit dem Beitrag auch bei euch gelingt.



Donnerstag, 26. Oktober 2017

Häkelset von Rossmann

Für diesen Beitrag bekomme ich keine Provisionen von Rossmann.

Heute rutschte mir bei Rossmann ein Häkelset für eine Mütze zum Preis für 9,99 € in den Einkaufswagen.



Inhalt: 
  • 100 g  "Wolle"* in mittelgrau  *(die Zusammensetzung des Materials verdient den Namen nicht wirklich)
  • Kunstfellbommel 
  • Plastikhäkelnadel Stärke 10 ergonomischer Griff 
  • Beutelchen Bling Bling Steine zum aufnähen 
  • Anleitung



Verpackt in einer Kunstsstoffschachtel kommt das Set daher. Beim auspacken kommt einem der Chemiegeruch entgegen der hauptsächlich in der "Wolle" hängt.

Trotz Chemie oder gerade deshalb ist es ein flauschig kuschliges Garn. Ich habe es mal etwas auseinander gedröselt und erkenne einen silbergrauen Strickschlauch der mit dunkelgrauen Fasern gefüllt ist.(ähnlich der Air von Drops) Wo das Garn hergestellt wurde konnte ich der Verpackung nicht entnehmen.


Gehäkelt ist die Mütze nach der aufgedruckten Anleitung schnell. Allerdings sollte man schon häkeln können. Verwirrt hat mich, dass man in der ersten Runde mit 6 festen + 1 Kettmasche beginnt. Diese verdoppelt 14 Maschen ergeben? Ich habe treu und brav nach Anleitung gehäkelt.

Nach knapp 1,5 Stunden waren die 16 vorgegebenen Reihen erledigt und die Mütze damit fertig.  Zur Fertigstellung steht in der Anleitung: Die Naht schließen ...  welche Naht, wenn ich in Runden arbeite?
Die Mütze passt mir. Die Anleitung funktioniert also auch wenn nicht alles was geschrieben steht nachvollziehbar ist.



Jetzt müssten  noch die Bling Bling Steine noch aufgenäht und die Bommel befestigt werden.

Müssten ...denn mir ist die Mütze zu luftig. Vermutlich liegt es an der 10er Nadel für das Garn in Kombination mit den halben Stäbchen. Außerdem sind 43 g Garn übrig.


Fazit:

  • nicht geeignet für Menschen die noch nie gehäkelt haben
  • wo Wolle drauf steht ist sehr wenig Wolle drin
  • den Setpreis finde ich in Ordnung
  • kann man kaufen und häkeln
  • fertig oder als Set ein nettes Geschenk für Mädels 




Lange war es ruhig hier, nun bin ich zurück...

Bei Autoren spricht man gewöhnlicherweise von einer Schreibblockade. Bei Bloggern lese ich oft von Bloggerflaute. So will ich das aber nicht nennen.

Ich führe hier einen ganz persönlichen Blog. Ihr wisst von meinen chronischen Schmerzen und lest so manche kleine Geschichte hinter dem wolligen Vergnügen, die nicht nur Vergnügen sind.

Ich bin wie ich bin und verstelle mich auch nicht hier auf dem öffentlichen Teil meines Lebens deshalb gibt es jetzt eine persönliche Kurzfassung der Ereignisse seit Juni 2016.

Ich habe im Mai 2016 das Experiment gewagt wieder mal ein paar Stunden pro Woche zu arbeiten. Da der Mann längere Zeit arbeitssuchend war, ich aber gern weiter zu den liebgewordenen Stricktreffen fahren wollte, passte das irgendwie zusammen.

Spannend war es an der Kasse einer großen Supermarktkette zu arbeiten. Einzige Verantwortung zum Feierabend muss die Kasse stimmen. Es war toll wieder unter Menschen zu sein. Es gab nette Kunden und nette Kollegen und es gab die anderen. Die Arbeit war okay aber auf Dauer sehr anstrengend.  Den Job habe ich zum Januar gekündigt.

Auch haben wir im vorigen Jahr viel Zeit mit den Enkeln verbracht um der Tochter zu ermöglichen als allein erziehende Mama den Unterhalt und ein wenig darüber zu verdienen.

Gestrickt und gehäkelt habe ich in dieser Zeit trotzdem und auch nicht zu wenig. Mir fehlte einfach nur die Zeit und noch mehr die Muse zum schreiben. Ich war in der Zeit sehr aktiv auf meiner FB Blogseite und bei Instagram unter dem Account "Wolliges Vergnügen". Dort dürft ihr gern alles nachlesen und nachschauen, wenn ihr es nicht schon gefunden habt.

Im November gab es dann einen Wumm in unserem Leben.

Der Mann bekam eine Jobzusage in Niedersachsen. Während ich zum Stricktreffen in Nordenham weilte hat er für  uns in Uelzen eine Wohnung gesucht. Am 3.Advent nahmen wir die Schlüssel zur neuen Wohnung entgegen und verbrachten da einen ruhigen Start ins neue Jahr. Eingerichtet wurde die Wohnung mit dem Notwendigsten, das war wie Zelten in vier Wänden. Mitte Januar kamen dann die ersten Möbel aus Sachsen nach Niedersachsen.  Während der Mann schon arbeitete habe ich den gesamten Umzug und das ausräumen der Wohnung in Sachsen organisiert. Danke nochmals an meine HelferInnen ohne die ich das alles nicht geschafft hätte.

Seit Mai lebe nun auch ich am Rande der Lüneburger Heide und ich muss euch sagen: Es lebt sich gut hier.

Neben der Möbel ist inzwischen auch ein Spinnrad bei mir eingezogen. Durch meine Reisen zu diversen Stricktreffen kenne ich auch eine Reihe wollverrückte Frauen die in Niedersachsen leben. Diese habe ich im Sommer zu einer kleinen feinen Strickrunde in mein neues zu Hause eingeladen. Wir hatten viel Spaß miteinander.

So ein Hobby hat den Vorteil, dass man schnell Gleichgesinnte findet. Seit voriger Woche kenne ich nun auch eine Strickrunde in Uelzen, die mich ganz lieb aufgenommen hat und zu der ich mich jetzt in den Wintermonaten mit Sicherheit öfters gesellen werde.

Ihr werdet hier nun wieder regelmäßig lesen. Ich freue mich darauf und danke euch für eure Treue.